Nasenkorrektur Rhinoplastik
Grundsätzliches zur Nase
Die Nase ist ein sehr prominentes „Charaktermerkmal“. Sie gewinnt ihre endgültige Form erst in der Jugend und kann dann mit ihrer Formgebung und Unproportionalität zu dauerhaften Unzufriedenheiten führen, sie kann zu einem Stigma werden, weshalb der Wunsch nach Korrekturoperationen der Nase bei beiderlei Geschlecht häufig aufkommt. Warum Nasenkorrektur?
Die Nase kann zu groß, zu dick, zu lang, zu breit, schief und das genaue Gegenteil von all dem sein. Sie kann einen Höcker haben oder aber eine Sattelform. Hinzu kommen funktionelle Störungen, die zur Behinderung der Nasenatmung führen.
Eine Korrektur der Nase stellt höchste Anforderungen an den Operateur und erfordert ein großes Maß an Erfahrung und Geschick.
Bei einer Beratung muss deshalb eine Analyse von Form und Funktion stattfinden, die verbunden mit den Wünschen der Patienten zu einem sehr individuellen Behandlungskonzept führt. Dabei müssen ggf. überzogene Erwartungen den realistischen Möglichkeiten angepasst werden, so dass schließlich durch eine Operation das gewünschte und/oder real mögliche Ergebnis zu einer Zufriedenheit und höherer Selbstakzeptanz führt.
Die Nasenkorrektur – Rhinoplastik
Die Nasenkorrektur mit häufig frappierendem Ergebnis wird während einer 1-2-stündigen Narkose durchgeführt. Sie erfolgt durch einen nicht sichtbaren Schleimhautschnitt in der Nase, manchmal ergänzt durch einen minimalen äußeren Schnitt am Nasensteg. Das Weichteilgewebe wird von den knorpeligen und knöchernen Bestandteilen teilweise abgelöst und diese dann durch die unterschiedlichsten Maßnahmen umgeformt. In der Regel werden überschüssige Knorpel- und Knochenbestandteile entnommen, manchmal jedoch auch ergänzt.
Der Eingriff wird komplettiert durch Pflasterverbände und nach Bedarf einem Gipsschienenverband. Außerdem erfolgt eine innere Tamponade, die für ein bis zwei Tage belassen wird. Der Gipsverband wird nach einer Woche gewechselt und nach zwei Wochen entfernt. Manchmal müssen jedoch Blutergüsse noch durch das Tragen einer Sonnenbrille kaschiert werden. In der Regel ist dann die Gesellschaftsfähigkeit gegeben.
Ein Endresultat ist erfahrungsgemäß erst nach ca. einem halben Jahr zu erwarten.
Anästhesie
Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose.
Zumeist schließt sich ein eintägiger stationärer Aufenthalt in der Sophienklinik an. Über das für Sie geeignete Narkoseverfahren sowie die damit verbundenen Risiken klärt Sie gern das Narkoseteam auf.
Was Sie sonst über Nasenkorrektur noch wissen sollten
Wie für jede andere kosmetische Operation, so ist auch hier ein guter Gesundheitszustand Voraussetzung für das Gelingen des Eingriffs.
Eine vorherige HNO-ärztliche Untersuchung kann das Vorliegen funktioneller Beschwerden ausschließen. Besonderes Augenmerk gilt Nasenatmungsbehinderungen, häufigen Nasennebenhöhlenentzündungen und vorausgegangenen Verletzungen der Nase (Nasenbrüche).
Organerkrankungen, die z.B. zu erhöhtem Blutdruck oder Blutgerinnungsstörungen führen, müssen ebenfalls ausgeschlossen werden.
Nach einem Eingriff sollten Sie sich Ruhe gönnen. Hilfreich ist Kühlung zur Verminderung von Schwellungen.
Vermeiden Sie Anstrengungen; Husten, Schnupfen oder Niesen ist kontraproduktiv ebenso wie Kopftiefhaltungen oder Seiten- und Bauchlagerung während des Schlafs.
Minimalen Nachblutungen können Sie durch Abtupfen und Hinlegen begegnen.
Die unmittelbaren Operationsfolgen bleiben für ca. 14 Tage sichtbar; danach sind Sie meist wieder gesellschaftsfähig.
Die Nase braucht allerdings noch einige Monate, bis Sie sich komplett erholt hat, so dass Sie bitte ein wenig Geduld aufbringen müssen, um das endgültige Ergebnis abzuwarten.
Typische Operationsrisiken wie die beschriebenen Blutergüsse und Schwellungen sind unabdingbar, es kann aber äußerst selten auch zu Infektionen, Wundheilungsstörungen, untypischer Narbenbildung etc. kommen.
Weitere seltene spezifische Risiken sind die länger anhaltende Rötung, Trockenheitsgefühl der Nase, kleine überschießende Knochenneubildungen u.a.m.
Wichtig zu wissen ist ferner, dass in der Regel eine wesentliche optische Verbesserung erzielt werden kann, dass es aber durchaus nicht immer zu einem perfekten Wunschergebnis kommen muss, denn auch die Möglichkeiten der kosmetischen Chirurgie finden ihre Grenzen in den von der Natur vorgegebenen Bedingungen.

